#klangvollmittendrin in Bleckede 26.08.-28.08.2022

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DAS PROGRAMM

FREITAG 26.08.2022

21:00 Uhr
Konzert „Nordlichter” | St. Jacobikirche Bleckede
im Rahmen der Reihe Nachtklänge

Beate Weidenhammer | Sprecherin
Uwe Steinmetz | Saxophon
Daniel Stickan | Tasten

Im Eröffnungskonzert des KM550 präsentieren Daniel Stickan und Uwe Steinmetz Werke aus ihrem jüngsten Album „Deeper Standards”. Sie hören Instrumentalversionen von Volksliedern, die von dem Leben der Bauern, Schiffer und Handwerker in dieser besonderen Landschaft zwischen Wald- und Marschland, zwischen Moor und offener See erzählen. Um möglichst nah an frühere Klangtraditionen anzuschließen, wählten die beiden Musiker historische Instrumente, die aufgrund ihrer inneren Begrenztheit eine neue Form des Zusammenspiels und besondere Kreativität verlangen. 

Lassen Sie sich im stimmungsvollen Ambiente der St. Jakobikirche Bleckede mitnehmen auf eine Reise in die Zeit, das Leben und den Alltag unserer Groß- und Urgroßeltern. Das Klangerlebnis wird ergänzt von Texten, gelesen von der Schauspielerin Beate Weidenhammer.

Eintritt frei (Kollekte am Ausgang)

Die deutsche Schauspielerin Beate Weidenhammer stammt aus Kronach in Oberfranken. Nach einigen Semestern als Medizinstudentin absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm. Neben Gastengagements am Landestheater Schleswig-Holstein, bei den Störtebeker-Festspielen auf Rügen, am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg und am Scala-Theater in Ludwigsburg war sie festes Ensemblemitglied am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen, an der bremer shakespeare company und am Stadttheater Regensburg. Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist Beate Weidenhammer Ensemblemitglied des Schauspiel Lüneburg. Hier spielte sie Rollen wie die Maggie in „Die Katze auf dem heißen Blechdach”, Marie in „Clavigo”, Maria Stuart in dem gleichnamigen Stück von Schiller, Célimène in „Der Menschenfeind” oder die Titelrolle in „Medea” von Euripides. Sie arbeitete unter anderem mit Regisseur*innen wie Barbara Neureiter, Thomas Ladwig, André Rössler, Jasper Brandis, Malte Kreutzfeldt und Mark Zurmühle.

Auch für Film und Fernsehen war Beate Weidenhammer immer wieder tätig. Sie drehte für Serien wie „Rote Rosen”, „Sturm der Liebe” und „Hallo Robbie!” und stand als „Katharina die Große” für den gleichnamigen Dokumentarspielfilm des MDR vor der Kamera. Für die Rolle als Gefängnispsychologin Larissa Rademacher in dem mehrfach ausgezeichneten Kurzspielfilm „Zweiakter” wurde sie beim Los Angeles Cinema Festival of Hollywood in der Kategorie Best Supporting Actress nominiert.

Uwe Steinmetz wurde 1975 in Bremervörde/NDS geboren und studierte Saxophon und Musiktheorie in Berlin, Bern, Indien und Boston. Wesentliche Einflüsse waren das Studium mit den Komponisten George Russell und den Saxophonisten Jerry Bergonzi, Joe Maneri, John Surman, Roscoe Mitchell, Bennie Golson, Michael Brecker und David Liebman, sowie Konzertreisen mit dem Bundesjugendjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. 

Er arbeitet als Komponist, Saxophonist und Dozent über das Europäische Umland hinaus in Indien, Äthiopien, Brasilien, Korea und den USA, war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und erhielt nationale und internationale Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit, u.a. den Theodor Fontane Preis 2000 vom Stiftungsverband der Deutschen Wissenschaft, und den Solisten- und Studiopreis beim Europäischen Jazzwettbewerb in Getxo 2001.

Uwe Steinmetz veröffentlichte bisher 16 CDs unter eigenem Namen und komponierte Oratorien, Kantaten und Kammermusik, u.a. für die NDR Big Band, das britische Fitzwilliam String Quartet, sowie Eric Ericsons Kammerkor aus Stockholm. Von 2008 – 2019 lehrte er Saxophon, Jazzgeschichte und Komposition an der Musikhochschule Rostock und forschte im Rahmen von einer Dissertation von 2015-2020 an der Universität Göteborg über das liturgische Potential von Jazz. Steinmetz entwickelt seit 1999 liturgische Jazzformate in Kirchen und ist Mitbegründer des internationalen Netzwerkes bluechurch.ch. Seit 2015 ist er zudem Mitarbeiter am liturgiewissenschaftlichen Institut der VELKD bei der Universität Leipzig für Musik und Gottesdienst und erarbeitet gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund ein globales Achtliederbuch 2023.

Daniel Stickan hat sich in kurzer Zeit zu einem der profiliertesten Erneuerer der evangelischen Kirchenmusik entwickelt. Der NDR sagt über ihn: „Jazz mit Kirchenorgeln ist nach wie vor etwas Besonderes. Es gibt zwar viele sehr gute Organisten, aber Musiker, die die Fähigkeit haben, auch die rhythmischen Komponenten des Jazz auf dieses Instrument zu übertragen, sind rar. Daniel Stickan ist da eine absolute Ausnahme.” und das Hamburger Abendblatt ergänzt „Mittlerweile hat er sich die Kirchenorgel derart anverwandelt, dass er sie im erhabenen Niemandsland zwischen Improvisation und Komposition so zu spielen vermag wie niemand sonst.”

Daniel Stickan studierte an der Hamburger Musikhochschule parallel Jazzpiano und künstlerisches Orgelspiel bei bedeutenden Lehrern wie Pieter van Dijk, Dieter Glawischnig und Bobo Stenson. Für ein Jahr war er Student in der Meisterklasse des deutschen Klaviervirtuosen Volker Banfield. Er erhielt mehrere Auszeichnungen und war sowohl als Organist wie auch als Jazzmusiker Stipendiat des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Dazu erhielt er 2021 ein Stipendium vom Musikfonds (auf Bundesebene). Unter eigenem Namen hat er bereits neun CDs veröffentlicht, von denen zwei für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurden. Daniel Stickan arbeitete mit bekannten Größen der Jazzszene zusammen (u.a. Simin Tander, Kit Downes, Tord Gustavsen, Eric Schaefer, Michael Wollny, Arne Jansen, Efrat Alony, Janne Mark, NDR Bigband) und spielt regelmäßig auf internationalen Jazz- und Kirchenmusikfestivals.

Seit 2015 liegt ein starker Focus seiner Arbeit auf der Komposition besonderer Werke für Kinderchöre. Hier hat er einen ganz eigenen Stil von hoher Komplexität, Sinnlichkeit und Eingängigkeit geschaffen. Sein erstes Werk „Wassermusik” wurde deutschlandweit bereits 30 Mal aufgeführt. Es folgten die Werke „Feuermusik”, „Initium” und „Luftmusik”. Zur Zeit entstehen weitere Werke als Auftragskomposition verschiedener Chöre und Ensembles. Besonders intensiv arbeitet Daniel Stickan mit dem Saxophonisten und Komponisten Uwe Steinmetz an der Entwicklung neuer Formen von Kirchenmusik (www.wavesmusic.de). Gemeinsam leiten sie die „Edition Jazz aus Kirchen” (www.ejk-records.de), das deutsche Label für Jazz als Kirchenmusik. Über ihre Zusammenarbeit schrieb die Presse: „Das Werk von Steinmetz & Stickan gehört zum Spannendsten und Spannungsvollsten, was es zurzeit in der neuen evangelischen Kirchenmusikszene gibt. […] atemberaubend und unbedingt hörenswert.”

DAS PROGRAMM

SAMSTAG 27.08.2022

19:00 Uhr
Lärmend stille Beschwörung | Schlosssaal

Charlotte Thiele | Violine
Elene Meipariani | Violine
Gonzalo Martin Rodriguez | Viola
Javier Huerta-Gimeno | Cello
Nina Gurol | Klavier

S.Rachmaninoff: Trio Élégiaque Nr. 1 g-Moll
A.Beach: By the Still Waters Op.114 // Invocation, Op. 55
D.Pejačević: Klavierquintett Op. 40

Kennen Sie schon den Schlosssaal im Elbeschloss Bleckede?

Wenn nicht, dann sollten Sie ihn unbedingt kennenlernen – wenn doch, dann lohnt sich ein weiterer Besuch! 

Im Rahmen einer Sanierung vor zwei Jahren wurden u.a. historische Malereifunde in Feinstarbeit restauriert und der Saal mit einem kunstvollen Fischgrät-Parkett in Eiche ausgelegt. Eine  warme, stimmungsvolle Atmosphäre empfängt Besucherinnen und Besucher – genau der richtige Rahmen, um das zweite Konzert unseres Festivals KM550 zu genießen.

Die 1885 in Budapest geborene und in Slowenien aufgewachsene Pianistin und Sängerin Dora Pejačevićekin entwickelte sich zur ersten Frau Kroatiens, die Orchesterwerke schrieb. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch eine harmonisch-instrumentatorisch raffinierte Klangsprache aus. Von Natur aus hochsensibel, komponierte sie „einem Seismographen ähnlich, das auf kleinste Anregungen reagiert” (Koraljka Kos). Hören Sie selbst im Klavierquintett Op. 40.

Immer wieder werden Werke Dora Pejacevicekins stilistisch mit denen Sergei Rachmaninows verglichen. In seinem Trio Élégiaque Nr. 1 g-Moll setzt Rachmaninow, geboren 1873, die russische Tradition und Eigenart fort, Klaviertrios mit elegischem Inhalt zu füllen. Er schuf eine Art sinfonische Dichtung für drei Instrumente, in der Opernhaftes und Poetisches sich verbindet zu einer einzigen wild-romantischen Klage. 

Amy Beach? Dieser Name wäre sicherlich viel bekannter, wäre Amy nicht eine Frau gewesen. Geboren 1867 in Newhampshire war sie die erste amerikanische Komponistin und Pianistin, die Sinfonien schrieb – sonst eine damals männliche Domäne. Trotz mehrerer Kompositionsaufträge für nachfolgende Weltausstellungen musste sie auf Wunsch ihres Gatten ihre Konzertauftritte auf einen pro Jahr reduzieren und die Honorare an Wohltätigkeitsvereine abgeben. Ihre Kompositionen durfte Sie nur unter dem Pseudonym „Mrs. H.H.A. Beach” veröffentlichen – den Initialen ihres Mannes. Basierend auf dem 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte…und führet mich zum frischen Wasser” verarbeitet sie in By the still Waters Op.114 dessen Tod und den ihrer Mutter in einem kurzen, atmosphärisch-elegischem Klavier Solo. Trotz ihres Hangs zu Elegie und Nachdenklichkeit, der sich auch in Invocation Op. 55 (Anrufung) spiegelt, war sie auch eine Kämpferin. 1925 bis 1928 war sie Mitbegründerin und Vorsitzende der „Association of American Woman Composers”

Eintritt frei (Zählkarten vor Ort)

Charlotte Thiele, geboren 2000 in Dresden, ist eine der vielversprechendsten Geigerinnen ihrer Generation. Sie war mit solistischen Konzerten bereits in Konzerthäusern wie dem Gewandhaus zu Leipzig und dem Markgräfischen Opernhaus in Bayreuth zu hören und ist für die Saison 2022-2023 als Artist-in-Residence der Bad Reichenhaller Philharmoniker in Bayern eingeladen.

Weitere erfolgreiche Auftritte mit dem MDR Sinfonieorchester, der Staatsoperette Dresden und dem Göttinger Symphonieorchester sowie eine Residenz beim IMPULS-Festival für neue Musik in der Saison 2017-2018, darunter zwei ihr gewidmete Uraufführungen des kurdisch-deutschen Komponisten Cya Bazzaz, begründeten ihren Ruf als Künstlerin.

Charlotte ist leidenschaftliche Kammermusikerin und ist in der Saison 2021/22 in Formationen vom Duo bis zum Sextett u.a. beim Arosa Klassik Festival, dem Beethovenfest in Bonn und der Akademie des Kammermusik Festivals in Hohenstaufen zu hören. Sie tritt regelmäßig mit ihrem Bruder, dem Cellisten Friedrich Thiele, den Pianisten Can Çakmur, Deren Wang, Aurelia Visovan, den Bratschisten Erich Krüger und Florian Richter sowie ihrem Ilm-Quartett auf.

Charlotte ist Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und des Kammermusikprogramms Villa-Musica in Rheinland-Pfalz. 

Sie gründete als Akademistin von TONALi, in Zusammenarbeit mit Rhapsody in School und dem Komponisten Alex Vaughan, ein Pilotprojekt zur musikalischen Entfaltung durch Komposition, welches sich an einem Gymnasium in Köln mit der Aussicht auf bundesweiten Ausbau, etablierte. 

Charlotte wurde bei Meisterkursen von Geiger*innen wie Gerhard Schulz, Christian Tetzlaff, Julia Fischer und Patricia Kopatchinskaja inspiriert und absolviert nun ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Friedemann Eichhorn und Sönke Reger. Sie war Jungstudentin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Natalia Prischepenko.

Charlotte spielt auf einer französischen Violine von 1775, eine großzügige Leihgabe von Dr. med. Peter Hauber. 

Ab 2023 ist ihr eine Violine von Nicoló Gagliano aus der Sammlung der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zugesprochen.

Elene Ansaia Meipariani wurde 1998 in Filderstadt geboren. Mit dem zehnten Lebensjahr wurde sie bei Prof. Christine Busch an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart aufgenommen. 2018/19 studierte sie bei Prof. Priya Mitchell und ab Oktober 2019 bei Tanja Becker-Bender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Elene Meipariani gewann zahlreiche nationale und internationale Preise, unter anderem den Förderpreis der Tomastik-Infeld-Vienna-Stiftung beim internationalen Knopf-Wettbewerb in Düsseldorf. 2017 gewann sie den dritten sowie den Schülerjury-Preis für die kreativste Musikvermittlung beim TONALi-Wettbewerb in Hamburg.

Elene Meipariani gewann mit ihrem Klaviertrio E.T.A. den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2021 sowie den Rotary-Sonderpreis. Im Finale des TONALi-Wettbewerbs spielte sie das erste Violinkonzert von S. Prokofiev im großen Saal der Elbphilharmonie, zusammen mit der Jungen Norddeutschen Philharmonie unter der Leitung von Daniel Blendulf. Außerdem führte sie das Violinkonzert von J. Brahms mit den Tifliser Philharmonikern in der Staatsoper Tiflis auf, sowie „Tzigane” von M. Ravel mit dem Stuttgarter Kammerorchester.

Sie spielte Kammermusik unter anderem mit Lisa Batiashvili und Peter Nagy bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Kissinger Sommer und dem Rheingau Musikfestival.

2019 nahm sie für das Label „cpo” eine CD mit zwei Quintetten von Maria Bach auf, zudem spielte sie im Rahmen mehrerer Radioproduktionen für den SWR die dritte Violinsonate von E. Grieg sowie C. Francks Violinsonate. Sie ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Elene Meipariani spielt eine Violine von Domenico Montagnana aus dem Jahr 1740, eine Leihgabe der Rudolf-Eberle-Stiftung.

Gonzalo entdeckte zuerst die Bratsche in Bilbao, seine Heimatstadt in Spanien. Immer eng verbunden mit der Kammermusik, das Instrument führte Ihn dann nach Deutschland und in die Vereinigten Staaten, auf der Suche nach seiner eigenen musikalischen Sprache.

In seiner künstlerischen Reise, spielte er in historischen Konzertsälen wie Carnegie Hall in New York, Gewandhaus in Leipzig, Musikverein in Wien und Jordan Hall in Boston sowie auf Festivals wie Ravinia, Prussia Cove und Harmos und Parallel dazu kam immer eine starke Inspiration von seinen Mentoren Tatjana Masurenko und Kim Kashkashian.

Seine Spielart wurde in internationalen Wettbewerben wie der 2017 International Anton Rubinstein Competition for Viola anerkannt, was zu Solokonzerten mit dem Bilbao Symphonieorchester und Deusto Kammerorchester geführt hat. Auch in der Kammermusik und interdisziplinären Projekten findet Gonzalo einen perfekten Kanal für seine Musik und bleibt darin seit den letzten Jahren durch fruchtbare Zusammenarbeiten aktiv.

Er spielt eine moderne Bratsche von Jürgen Manthey.

Javier Huerta Gimeno wurde 1990 in Valencia (Spanien) geboren. Er studierte Cello und Dirigieren an der Musikhochschule von Valencia. Nachdem er sein Bachelor-Studium bei Prof. Asier Polo abgeschlossen hat, hat Javier zwei Master (Solo und Neue Musik) und Konzertexamen bei Prof. Maria Kliegel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit bester Note abgeschlossen. Weitere künstlerische Impulse erhielt er durch Cellisten wie Miguel Jiménez, María Casado, Jose Enrique Bouché, Ángel Garcia Jermann, Ángel Luìs Quintana, Emil Rovner, Wenn-Sinn Yang, Arto Noras, Peter Bruns, Nikoalus Trieb und Frans Helmerson. Javier gewann zahlreiche erste Preise, darunter den 1. Preis und Preis für die beste Janácek interpretation beim 24. Leos Janácek international cello competition in Brno.

Als gefragter Kammermusiker war Javier in verschiedenen Ensembles erfolgreich. Mit sein Offenbach Cello-Duo wurde er in die Live Music Now förderung aufgenommen und konzertiert regelmäßig Deutschlandweit. Als Solist hat Javier zusammen mit verschiedene Orcherster musiziert wie Aachener Studenten Orchester, Stamitz-Orchester Mannheim, Collegium Musicum Jülich, Südwestfälischen Philharmonie Hilchenbach, Czech Virtuosi Orcherster oder das Orcherster der HfMT Köln. Damit hat er unter anderem Konzerte von Dvorak, Haydn, Beethoven, Brahms oder Schumann aufgeführt.

Javier war Akademist bei WDR Funkhausorchester und hat regelmäßig seit 2016 bei Düsseldorfer Symphoniker gespielt. Seit September 2019 ist Javier Stellv. Solo Cellist der Staatskapelle Weimar. Seit Januar 2021 studiert Javier Dirigieren Orcherster in HfM Weimar bei Prof. Pasquet und Prof. Wycik. Javier ist außerdem der Gründer und Leiter des Ensemble Vimaria.

Vom „geradezu hinreißend weichen, fast schmelzenden Anschlag – ganz in der großen Tradition eines Claudio Arrau” der Pianistin schwärmt die Presse sichtlich beeindruckt. Die junge Musikerin (geb. 1997), Stipendiatin u.a. der Deutschen Stiftung Musikleben, blickt bereits auf eine eindrucksvolle Karriere und gehört zu einer wichtigen Generation junger Musiker, die die Konzertlandschaft entscheidend beeinflussen und zukunftsweisend prägen.

Vielfach, auch international ausgezeichnet konzertierte Nina in den vergangenen Jahren nicht nur in vielen Ländern Europas, sondern auch in den USA, Russland und China sowie in Sälen wie dem Mariinsky Theater St. Petersburg, der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie Köln, der Philharmonie Essen, dem Beethoven Haus Bonn und in dem Guotai Arts Center Chongqings. Es erfolgten Konzerteinladungen u.a. zum Klavierfestival Ruhr, dem ACHT BRÜCKEN Festival und den Köthener Bachfesttagen.

Ihre große Leidenschaft gehört der zeitgenössischen Musik, welche durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit Tamara Stefanovich und Pierre-Laurent Aimard geprägt wurde. Diverse Uraufführungen u.a. des von Pierre Boulez hochgelobten Komponisten York Höller wurden ihr bereits gewidmet. Daneben engagiert sie sich als Künstlerin des gemeinnützigen Projekts TONALi intensiv im Bereich der Musikvermittlung und ist neben ihrer pianistischen Tätigkeit auch als Kuratorin für innovative Konzertformate tätig. So ist sie künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Perspektivwechsel” im Rahmen der Weilburger Schlosskonzerte und konzipiert für weitere Festivals in Deutschland.

Nina engagiert sich außerdem ehrenamtlich als Sterbebegleiterin und wurde im September 2021 zum Vorstandsmitglied des Hospiz-Verein Leverkusen gewählt. In ihren Konzerten sucht sie stetig die Schnittstelle zwischen der Auseinandersetzung mit Tod, Trauer und Musik.

21:00 Uhr
Sonnenuntergang an der Elbe | Hafen Bleckede

Coco Aicura | Singer-Songwriter
Hannes Koch | Singer-Songwriter 

Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss … So auch in Bleckede, betrachtet man die Elbe vom neu sanierten Hafen aus – unter sternklarem Himmel, auf dem Dach des Fährhauses bei einem kühlen Getränk und kleinem Snack sowie stimmungsvoller Musik. Die gestalten Singer- und Songwriterin Coco Aikura und Hannes Koch!

Coco Aikura? Aikura ist eine Anspielung auf die französische Redewendung „Aies courage” – Habe Mut! Der Name ist Programm, denn Coco geht es darum, den Mut zu haben, man selbst zu sein, ungeachtet der Meinung anderer. Leben und leben lassen – ihr Credo, um das sich ihr erstes Soloalbum „A Place called Home” dreht.

Hannes Koch, Multiinstrumentalist aus Lüneburg und Frontman des Indie-Electric Duos „Difficult subject” ist gerne auch mal alleine unterwegs. Nur mit seiner Gitarre im Gepäck wird er im Bleckeder Hafen einlaufen und Sie zum Zuhören, Nachdenken und sich Treiben lassen einladen – begleitet vom steten Strömen der Elbe zu Ihren Füßen.

Eine kleine Auszeit, zu der wir Sie am späten Samstagabend einladen.

Mit großzügiger Unterstützung des Kultur- und Heimatkreises Bleckede

Eintritt frei

coco aikura ist eine deutsche Singer-Songwriterin, inspiriert von Indie-, Pop- und Elektro-Musik, und bietet uns ein erstes Soloalbum im Zeitalter der Zeit, das Fragen nach Identität, Herkunft und Zugehörigkeit aufwirft. Sie erzählt uns von der Gesellschaft, die wir haben und die wir haben könnten. Sie erzählt uns ihre Geschichten, die auch unsere sein könnten. Sie segelt auf musikalischen Wellen ebenso wie zwischen den Ländern: vom Französischen ins Englische, über das Deutsche und eröffnet eine Welt ohne Grenzen, leuchtend, in der alles nur möglich ist.

Wie Sophie Hunger gibt coco aikura der Sprache Goethes ihre Adelsbuchstaben, deren Schönheit und Eleganz aus ihrem Mund an unsere Ohren springt, im Gegensatz zu dem harten Image, das ihr (vor allem in Frankreich) anhaftet. Ihre runde und lächelnde Stimme umarmt einen lebendigen Rhythmus, der auf der Kante zwischen der gedämpften Atmosphäre eines Sonntagmorgens und der Begeisterung eines frühen Abends tanzt. Wir erinnern uns, wir vergessen. Wir identifizieren uns, wir distanzieren uns. Wir träumen. Sie erinnert uns ein wenig an Agnès Obel und die gemeinsame Fähigkeit, traurige Melodien (und Traurigkeit ist schön!) intensiv und wichtig zu gestalten. Vom heiligen Gebet (Home) bis zum Aufwachlied (Spring), vom Lied, das wie ein Geheimnis ins Ohr geflüstert wird (Tournesol), bis zu den kämpferischen Texten (Petite Boite noire), entführt uns coco aikura in ihre Welt und in eine kompromisslose Ära, sozusagen mit einer rohen Offenheit und einem ehrlichen Wohlwollen.

Hannes Koch ist Multiinstrumentalist, Sänger und Songwriter aus Lüneburg. In den
vergangenen Jahren konnte der 23-jährige vor allem mit seiner Indie/ Electro- Kombo
„Difficult Subject” in Hamburg und Umgebung die Menschen für sich begeistern und
zieht nun sein Soloprojekt groß.

In seinen Songs setzt sich der Musiker viel mit gesellschaftlichen Problemen, allen voran der Klimakrise auseinander, so auch auf der EP „Save Us”, welche Hannes mit „Difficult Subject” Ende 2020 veröffentlichte. Einige Songs der Platte werden neben vielen neuen Kompositionen auch in seinen Live-Sets kommenden Sommer zu hören sein. Stilistisch kombiniert Hannes seine Wurzeln aus dem Singer/Songwriter mit elektronischen Elementen, wobei auch Live-Looping eine wichtige Rolle in seinem Set spielt. Wichtige musikalische Einflüsse des 23-jährigen sind mitunter Ben Howard, Sting oder Norah Jones, aber auch Bands wie Depeche Mode. Mit ersten Veröffentlichungen von Hannes ist im Herbst zu rechnen.

DAS PROGRAMM

SONNTAG 28.08.2022

11:30 Uhr
Lieder-Matinee | Schlosssaal Bleckede

Marie Henriette Reinhold | Mezzosopran
Nina Gurol | Klavier

Robert Schumann (1810-1856): Frauenliebe und -leben, Op. 42
Fanny Hensel (1805-1847): 6 Lieder, Op. 7
Pauline Viardot (1821-1910): 6 Mélodies et une havanaise

Frisch verliebt? Oder immer noch? Oder immer wieder? Dann sind Sie richtig bei der Lieder Matinee am 28.August um 11.30 Uhr im Schlosssaal in Bleckede. Marie Henriette Reinhold, Mezzosopran und Nina Gurol, Klavier präsentieren Robert Schumanns Liederzyklus Frauenliebe und-leben, Op.42.

Schumann vertonte 1840 einen gleichnamigen Gedichtzyklus von Adelbert von Chamisso, in dem der Lebensweg einer Frau von der ersten Liebe bis zum Tod des Ehemanns nachvollzogen wird. Die lyrischen Zeilen, in denen die Protagonistin über sich, die Liebe und das Leben reflektiert, unterstützt Schumann mit einfacher Melodik und einer differenzierten, empfindsamen Klavierbegleitung. Spüren Sie den Worten Chamissos in den berührenden Vertonungen Schumanns nach.

Frauen im 19. Jahrhundert – die moralischen Normen der damaligen Zeit verlangten von ihnen Treue, Hingebung und Unterwerfung. So auch von Fanny Hensel, geboren 1805 und ältere Schwester von Felix Mendelsohn Bartoldy. Fanny und Felix genossen beide dieselbe musikalische Ausbildung, Fanny war gleichermaßen erfolgreiche Komponistin, Pianistin und Dirigentin – doch die Familie verbot ihr eine musikalische Karriere.

Kurz vor ihrem Tod 1847 entschloß sie sich gegen den Willen der Familie zu ersten Publikationen – sechs Lieder für eine Stimme mit Begleitung des Pianoforte, Op. 7 ist die letzte, die noch zu ihren Lebzeiten erfolgte. Wie Robert Schumann, der mit seiner Frau Clara zu den Gästen der familiären Sonntagskonzerte gehörte, prägte sie die Gattung des Kunstliedes, die Vertonung ausdrucksstarker Texte mit einfühlsamen, verstärkenden Melodien.

Fanny Hensels Kampf um Anerkennung blieb Pauline Viardot-Garcia weitestgehend erspart – die außergewöhnliche Sängerin, geboren 1821, etablierte sich aufgrund ihres charismatischen Mezzosoprans, um dann als hochrangige Komponistin und Pianistin, zuweilen im Duo mit Clara Schumann, anerkannt zu werden. Zudem wurde sie als äußerst kompetente Gesangslehrerin geschätzt. Viardot sprach fünf Sprachen, war stets kosmopolitisch unterwegs, führte in Paris einen Salon, pflegte enge Beziehungen mit der russischen Kulturszene, triumphierte u.a. in Italien als Opernsängerin – genießen Sie nun in Bleckede ihre Lieder und eine Havanaise, ein dem Tango verwandtes Tanzstück – um anschließend das Musikerlebnis bei Kaffee und Kuchen im Schloßcafé ausklingen zu lassen. 

Eintritt frei (Zählkarten vor Ort)

Die Mezzosopranistin Marie Henriette Reinhold wurde in Leipzig geboren. Sie nahm zunächst ein Studium der Musikwissenschaften auf, welches sie mit dem Bachelor beendete. Anschließend studierte sie klassischen Gesang/Operngesang bei Prof. Elvira Dreßen an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig. Dort schloss sie das Meisterschülerstudium im Februar 2020 mit Auszeichnung ab.

Solistische Auftritte fähren Marie Henriette Reinhold in die Konzertsäle und Hauptkirchen Deutschlands und des europäischen Auslands. Sie musizierte als Solistin u.a. mit dem Orchestre des Champs-Elysees und dem Collegium Vocale Gent, der Batzdorfer Hofkapelle, dem Münchener Bachchor, dem Concerto Köln, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Halle, den Bamberger Symphonikern, dem Barockorchester „Il Giardino Armonico”, dem Kölner Kammerorchester, der Gaechinger Cantorey, dem Windsbacher Knabenchor, dem Barockorchester „La Scintilla” und der Zürcher Singakademie, dem Stuttgarter Kammerchor uva.

Sie musizierte mit Dirigenten wie Thomaskantor Gotthold Schwarz, Hans-Christoph Rademann, Dima Slobodeniouk, Florian Helgath, Frieder Bernius, Philipp Herreweghe, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Pietari Inkinen, Christian Thielemann u.a.
Opernerfahrungen sammelte sie als Dritte Dame in Mozarts „Zauberflüte”, als Gräfin in Lortzings „Wildschütz”, als „Rustena” in Vivaldis „La veritа in cimento”, als „Fricka” in Wagners „Rheingold” und als „Cornelia” in Händels „Giulio Cesare in Egitto”.
 Bei den Bayreuther Festspielen war sie 2019 und 2021  im „Parsifal” unter Semyon Bychkov und Christian Thielemann zu hören. Seit 2021 ist sie dort auch als „Grimgerde” in der „Walkьre” zu hören.  Ab 2022 in der Inszenierung von Valentin Schwarz unter Pietari Inkinen.
Meisterkurse bei Jonathan Alder, Alexander Schmalcz, Gцtz Payer, Thilo Dahlmann und Peter Schreier gaben ihr entscheidende Impulse im Bereich der Liedinterpretation.
Sie ist erste Junior-Preistrдgerin des Bundeswettbewerbes Gesang Berlin 2012, Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2014 und war im Jahr 2017 Richard-Wagner-Stipendiatin.

Marie Henriette Reinhold ist auf zahlreichen CDs verschiedener Label vertreten, so mit Max Regers Choralkantaten und dessen Requiem op. 144b, Haydns „Stabat mater” mit dem Kammerchor Stuttgart unter Frieder Bernius, der Weltersteinspielung von Gustav Schrecks „Christus, der Auferstandene” und Friedrich Schneiders „Das Weltgericht”.
Jüngst erschien eine Aufnahme der „Johannespassion” von J.S. Bach unter der Leitung von Peter Schreier, sowie die „Matthäuspassion” mit der Gaechinger Cantorey unter Hans-Christoph Rademann.

Vom „geradezu hinreißend weichen, fast schmelzenden Anschlag – ganz in der großen Tradition eines Claudio Arrau” der Pianistin schwärmt die Presse sichtlich beeindruckt. Die junge Musikerin (geb. 1997), Stipendiatin u.a. der Deutschen Stiftung Musikleben, blickt bereits auf eine eindrucksvolle Karriere und gehört zu einer wichtigen Generation junger Musiker, die die Konzertlandschaft entscheidend beeinflussen und zukunftsweisend prägen.

Vielfach, auch international ausgezeichnet konzertierte Nina in den vergangenen Jahren nicht nur in vielen Ländern Europas, sondern auch in den USA, Russland und China sowie in Sälen wie dem Mariinsky Theater St. Petersburg, der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie Köln, der Philharmonie Essen, dem Beethoven Haus Bonn und in dem Guotai Arts Center Chongqings. Es erfolgten Konzerteinladungen u.a. zum Klavierfestival Ruhr, dem ACHT BRÜCKEN Festival und den Köthener Bachfesttagen.

Ihre große Leidenschaft gehört der zeitgenössischen Musik, welche durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit Tamara Stefanovich und Pierre-Laurent Aimard geprägt wurde. Diverse Uraufführungen u.a. des von Pierre Boulez hochgelobten Komponisten York Höller wurden ihr bereits gewidmet. Daneben engagiert sie sich als Künstlerin des gemeinnützigen Projekts TONALi intensiv im Bereich der Musikvermittlung und ist neben ihrer pianistischen Tätigkeit auch als Kuratorin für innovative Konzertformate tätig. So ist sie künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Perspektivwechsel” im Rahmen der Weilburger Schlosskonzerte und konzipiert für weitere Festivals in Deutschland.

Nina engagiert sich außerdem ehrenamtlich als Sterbebegleiterin und wurde im September 2021 zum Vorstandsmitglied des Hospiz-Verein Leverkusen gewählt. In ihren Konzerten sucht sie stetig die Schnittstelle zwischen der Auseinandersetzung mit Tod, Trauer und Musik.

15:00 Uhr
Familienkonzert Das Konzert der Tiere | Schlosshof

Lea Meier | Sprecherin
Lüneburger Symphoniker
Thomas Dorsch | Dirigent

Der junge Dirigent Karavan bekommt einen Anruf vom Konzerthaus in Berlin und damit seine große Chance: Er soll die 9.Sinfonie von Beethoven dirigieren. Die Sache hat allerdings einen Haken: Er muss ein Orchester zur Aufführung mitbringen. Doch woher soll er kurzerhand die vielen Musiker nehmen? In seiner Verzweiflung gerät er an eine dubiose Agentur, die ihm Hilfe verspricht. Wenig später ist sein Wohnzimmer mit den seltsamsten Musikern bevölkert: Eine Horde musizierender Tiere, die sich statt für Beethoven nur für ihre nächste Mahlzeit interessiert. Logisch, dass es daher zu reichlich Konflikten kommt, denn die leckere Mahlzeit sitzt schon am Instrument nebenan.

Ticketpreise:
12,- € / 8,- € ermäßigt für Schüler und Studenten
6,- € Aktionspreis für neu eingeschulte Kinder
(alle Preise zzgl. Vorverkaufsgebühr)

  • Ein Konzerterlebnis für die ganze Familie, Open Air im Schlosshof
  • Altersempfehlung ab 3 Jahre
  • Tickets erhältlich in der Buchhandlung Hohmann in den Filialen in Bleckede (05852 524) oder in Scharnebeck (04136 911122) sowie an der Kasse des Theater Lüneburg.
  • www.theater-lueneburg.de | 0 41 31 / 42 100
  • Alle neu eingeschulten Kinder erhalten einen Aktionsrabatt.

Lea Marie Meier wurde 1997 in Essen geboren und schloss 2020 ihr Schauspielstudium an der Arturo Schauspielschule in Köln ab. Seit Dezember 2017 ist sie Teil des Kölner EinEuro Ensemble und spielt in dessen Produktionen „Liebe du Arsch, Liebe!”, „Der Erlkönig” und „NESTER”.

Am COMEDIA Theater Köln ist sie aktuell als Kriemhild in Rüdiger Papes Inszenierung von „Die Nibelungen” zu sehen. Zudem spielt sie ab 2022 im Theaterstück „Die 9. Sinfonie der Tiere” 14 verschiedenen Rollen. Gesang, Tanz und Rap gehören zu ihren Leidenschaften.

Die Lüneburger Symphoniker sind ein fester Bestandteil der norddeutschen Orchesterlandschaft, Sie gestalten das umfangreiche und vielfältige Repertoire des Musiktheaters in Lüneburg aktiv mit und präsentieren darüber hinaus eigene Konzerte als Symphonieorchester, darunter die Meisterkonzertreihe, das Neujahrskonzert, 2013 erstmalig auch ein Weihnachtskonzert, sowie Familienkonzerte und Kammerkonzerte. Unter dem neuen Lüneburger Musikdirektor Thomas Dorsch widmet sich das Orchester seit der Spielzeit 2013/2014 auch der historischen Aufführungspraxis und führt unter dem Namen „Norddeutsche Kammerakademie Lüneburg” auch verstärkt Konzertgastspiele im norddeutschen Raum durch.

Der Klangkörper wurde 1947 als Orchester des Theater Lüneburg für die 1946 neu gegründete Lüneburger Bühne ins Leben gerufen und war zunächst ausschließlich ein Operettenorchester. In den 1960er Jahren nahm das Orchester des Theaters die ersten (komischen) Opern in sein Repertoire auf. Die erste abendfüllende Oper war in der Spielzeit 1962/1963 „Die verkaufte Braut” von Bedřich Smetana. Am 9. Februar 1980 präsentierte das Orchester unter der Leitung von Klaus Straube seines erstes Kinder- und Jugendkonzert: „Peter und der Wolf” von Sergej Prokofjew.

In den folgenden Jahren entwickelte das Orchester eine eigenständige Konzerttätigkeit, wobei der Schwerpunkt zunächst auf Jugendkonzerten und konzertanten Opernaufführungen sowie auf Matineen lag. Eine eigene Orchesterkonzert-Reihe steht seit der Spielzeit 1986/1987 auf dem Programm. Der langjährige Musikdirektor Urs-Michael Theus baute seit 1998 die Konzerttätigkeit des Orchesters u.a. mit der Aufführung größerer Orchesterwerke zu einer neben dem Musiktheater bestehenden eigenen Sparte aus. Er etablierte das Neujahrskonzert sowie die Reihe der „Neuen Meisterkonzerte”. Um der wachsenden Bedeutung seiner Konzerttätigkeit Ausdruck zu verleihen, gab sich das Orchester Ende der 1990er Jahre einen eigenen Namen, die „Lüneburger Symphoniker”.

Thomas Dorsch hat Schulmusik, Komposition und Dirigieren in Hannover und Detmold studiert und ist nach Stationen in Hildesheim, Wuppertal, Mainz und Oldenburg als Generalmusikdirektor in Lüneburg tätig. In den letzten Jahren sind Kompositionen verschiedenster Gattungen insbesondere aber im Bereich der Musikvermittlung entstanden, welche in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland zahlreiche Aufführungen erfahren haben.

Die sich stetig erweiternde Zusammenarbeit u.a. mit Schott Music, Boosey & Hawkes, Edition Peters und vielen deutschen und europäischen Orchestern (u.a. Nürnberger Philharmoniker, Orchestre Philharmonique du Luxembourg) erstreckt sich auf zentrale Werke der ernsten Musik, aber auch auf Projekte im Bereich des Crossover zur U-Musik.

19:00 Uhr
Open-Air Konzert Sommer-Serenade | Schlosshof

William Overcash | Violine 
Lüneburger Symphoniker 
Thomas Dorsch | Dirigent

J.Sibelius: Violinkonzert in d-Moll, op.47
F.Schubert: Symphonie in C-Dur, D944

Zum Abschluss des Festivals spielen die Lüneburger Symphoniker unter Leitung ihres Chefdirigenten Thomas Dorsch eine echte Sommerserenade im Schlosshof. In guter Erinnerung an die Schlosshof-Konzerte des ersten Festivals in Bleckede, dem Musikalischen Frühling von 1975 bis 2007, erleben Sie in sommerlicher Atmosphäre unter freiem Himmel den US-amerikanischen Geiger William Overcash mit seiner Interpretation von Jean Sibelius’ Violinkonzert sowie Franz Schuberts großer C-Dur Sinfonie. 

Ticketpreise:
22,- € / 18,-€ für Mitglieder des Kultur-und Heimatkreis Bleckede
(alle Preise zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Tickets erhältlich in der Buchhandlung Hohmann in den Filialen in Bleckede (05852 524) oder in Scharnebeck (04136 911122) sowie an der Kasse des Theater Lüneburg.

www.theater-lueneburg.de | 0 41 31 / 42 100

William Overcash (*1992, USA, lebt in Frankfurt) ist ein Geiger, der sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Musik und zunehmend mit Performancekunst beschäftigt. Er studierte Musik am Oberlin Conservatory in Ohio und an der Rice University in Housten. Als freier Künstler spielt William Overcash regelmäßig mit dem Ensemble Modern in Frankfurt und dem Oh Ton Ensemble in Oldenburg und ist Mitglied u.a. des Rothko String Quartet/Ensembles und des Broken Frames Syndicate.

Als Duo Overcash/Schneidewendt beschäftigt sich Overcash gemeinsam mit dem Klarinettisten Moritz Schneidewendt am Bauhaus Dessau mit dem Werk Wassily Kandinskys. Für den Künstler und Bauhausmeister war der Zusammenhang von Bildender Kunst und Musik offensichtlich. Das Duo versucht, die musikalische Dimension seiner Ideen und grafischen Werke weiter zu denken und mit zeitgenössischen Mitteln umzusetzen. Inspiriert von internationalen Komponist*innen und der Idee des Totaltheaters entwickeln sie ein Raumkonzept, das auch das Publikum aktiv werden lässt.

Die Lüneburger Symphoniker sind ein fester Bestandteil der norddeutschen Orchesterlandschaft, Sie gestalten das umfangreiche und vielfältige Repertoire des Musiktheaters in Lüneburg aktiv mit und präsentieren darüber hinaus eigene Konzerte als Symphonieorchester, darunter die Meisterkonzertreihe, das Neujahrskonzert, 2013 erstmalig auch ein Weihnachtskonzert, sowie Familienkonzerte und Kammerkonzerte. Unter dem neuen Lüneburger Musikdirektor Thomas Dorsch widmet sich das Orchester seit der Spielzeit 2013/2014 auch der historischen Aufführungspraxis und führt unter dem Namen „Norddeutsche Kammerakademie Lüneburg” auch verstärkt Konzertgastspiele im norddeutschen Raum durch.

Der Klangkörper wurde 1947 als Orchester des Theater Lüneburg für die 1946 neu gegründete Lüneburger Bühne ins Leben gerufen und war zunächst ausschließlich ein Operettenorchester. In den 1960er Jahren nahm das Orchester des Theaters die ersten (komischen) Opern in sein Repertoire auf. Die erste abendfüllende Oper war in der Spielzeit 1962/1963 „Die verkaufte Braut” von Bedřich Smetana. Am 9. Februar 1980 präsentierte das Orchester unter der Leitung von Klaus Straube seines erstes Kinder- und Jugendkonzert: „Peter und der Wolf” von Sergej Prokofjew.

In den folgenden Jahren entwickelte das Orchester eine eigenständige Konzerttätigkeit, wobei der Schwerpunkt zunächst auf Jugendkonzerten und konzertanten Opernaufführungen sowie auf Matineen lag. Eine eigene Orchesterkonzert-Reihe steht seit der Spielzeit 1986/1987 auf dem Programm. Der langjährige Musikdirektor Urs-Michael Theus baute seit 1998 die Konzerttätigkeit des Orchesters u.a. mit der Aufführung größerer Orchesterwerke zu einer neben dem Musiktheater bestehenden eigenen Sparte aus. Er etablierte das Neujahrskonzert sowie die Reihe der „Neuen Meisterkonzerte”. Um der wachsenden Bedeutung seiner Konzerttätigkeit Ausdruck zu verleihen, gab sich das Orchester Ende der 1990er Jahre einen eigenen Namen, die „Lüneburger Symphoniker”.

Thomas Dorsch hat Schulmusik, Komposition und Dirigieren in Hannover und Detmold studiert und ist nach Stationen in Hildesheim, Wuppertal, Mainz und Oldenburg als Generalmusikdirektor in Lüneburg tätig. In den letzten Jahren sind Kompositionen verschiedenster Gattungen insbesondere aber im Bereich der Musikvermittlung entstanden, welche in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland zahlreiche Aufführungen erfahren haben.

Die sich stetig erweiternde Zusammenarbeit u.a. mit Schott Music, Boosey & Hawkes, Edition Peters und vielen deutschen und europäischen Orchestern (u.a. Nürnberger Philharmoniker, Orchestre Philharmonique du Luxembourg) erstreckt sich auf zentrale Werke der ernsten Musik, aber auch auf Projekte im Bereich des Crossover zur U-Musik.


Ausreichend Parkplätze für alle Veranstaltungen stehen am Schützenplatz zur Verfügung. Dieser ist von den Veranstaltungsorten in wenigen Gehminuten zu erreichen. Die Adresse für das Navigationsgerät: Schützenweg 1, 21354 Bleckede. Alternativ kann auch der Ausschilderung „Bleckeder Haus” gefolgt werden.